Albrecht Milnik
Forstmeister Dr. rer. silv. habil.

Forsthistorische Schriften
 
Forstmeister Wilhelm Bando in Eberswalde und Chorin
am_Bando_1.jpg (4971 Byte)


< Das Buch bestellen >

Wilhelm Bando, der einzige bedeutende in Eberswalde geborene und hier verstorbene Forstmann, hat in seinem Leben den großartigen wirtschaftlichen Aufschwung Deutschlands in der zweiten Häfte des 19. Jahrhunderts erlebt. In seiner Heimatstadt (Neustadt-)Eberswalde, in der sein Vater als Superintendent und Prediger in der Stadtkirche wirkte, wuchs im Laufe seines Lebens die Bevölkerung auf das Fünffache an. Damit ging eine rege Bautätigkeit in der Stadt einher. Nach 1850 stieg Eberswalde wieder zu einem bedeutenden Industriestandort auf.

Bando wirkte 37 Jahre als Oberförster in Liepe/ Chorin und schuf hier einen bewundernswerten vielgestaltigen Lehrforst. Zugleich lehrte in dieser langen Zeit in Eberswalde an der Seite von Wilhelm Pfeil, Julius Theodor Grunert und Bernhard Dankelmann, der die Lehr- und Forschungsstätte zur Weltgeltung führte. Unter Bandos Leitung entwickelte sich der Forstgarten Chorin neben dem Kloster zu einer mustergültigen Anlag (1873 auf der Weltausstellung in Wien vorgestellt, Gehölzangebot in der Anlage abgedruckt). Nebenamtlich wirkte Bando als Verwalter der Klosterruine. Die verwahrloste Anlage wurde als Kulturstätte wieder vorzeigefähig.

Bandos Berichte über Kaiserjagden in der Schorfheide vermitteln ein trübes Bild über die damaligen jagdlichen Entgleisungen (in der Anlage abgedruckt). Das Buch endet mit einer Darstellung der Aufforstungen von Nachfahren Bandos in der Grassteppe Patagoniens (Argentinien).

Verlag Kessel
www.forstbuch.de
www.verlagkessel.de