Albrecht Milnik
Forstmeister Dr. rer. silv. habil.

Forsthistorische Schriften
 
August von Burgsdorf (1747-1802), 2002
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Reihe Forstliche Biografien Nr. 8,
 
ISBN 3-00-010667-7;
 
125 Seiten, 48 Abb., 9 Anlagen.
 
Schutzgebühr 12 Euro.
 
Als Burgsdorf vor 200 Jahren in Berlin verstarb, verlor die preußische Forstwirtschaft ihren bekanntesten und bedeutendsten Vertreter.
Nach einer Jägerlehre in Thüringen und Reisen durch Westeuropa begann er 1776 seinen Dienst in der preußischen Forstverwaltung als Oberförster und Forstrat in Tegel. Eine erste Großtat stellte die 1779 angelegte Tegelsche Baumzucht dar, in der er binnen weniger Jahre über 600 verschiedene Gehölze aus Europa und Nordamerika kultivierte. Die dort gezogenen Pflanzen bereicherten bedeutende Parkanlagen, das von ihm gewonnene und verschickte Saatgut trug zur Verbreitung der Gehölze in Europa bei. Als besonders erfolgreich erwies sich der Anbau der Lärche; eine davon im Tegeler Revier gilt heute als höchster Baum der Berliner Forsten (42 m hoch).
In Tegel entfaltete Burgsdorf eine überaus umfangreiche Tätigkeit als Autor forstlicher Schriften (u.a. erste Monografien über die Rotbuche und die Eichen, eine Anleitung zur Erziehung und Anpflanzung einheimischer und fremder Holzarten und schließlich das berühmte "Forsthandbuch"). In ihrer Gesamtheit stellen seine Bücher eine Enzyklopädie des forstlichen Wissens zum Ende des 18. Jahrhunderts dar.
 
1789 erhielt Burgsdorf den Auftrag zur Ausbildung forstlichen Nachwuchses in Berlin (neben der dortigen Forstakademie). In diesem Jahr wurde er auch zum Mitglied der preußischen Akademie der Wissenschaften berufen. Ferner gehörte er zahlreichen Gelehrtenvereinigungen in Europa als Mitglied oder Ehrenmitglied an.
 
Ab 1786 war er Geheimer Forstrat in der Kurmärkischen Kriegs- und Domänenkammer. Als Oberforstmeister führte er ab 1791 die Aufsicht über die Forsten im nördlichen Teil Brandenburgs.
 
Dank seiner fortschrittlichen Prinzipien beeinflusste Burgsdorf die Entwicklung der Forstwirtschaft in Preußen maßgeblich. Seine großen schöpferischen Fähigkeiten, außergewöhnlicher Fleiß und untadeliges Verhalten verhalfen ihm zu hohem Ansehen.



"Geschichte ist etwas anderes als Vergangenheit: sie ist der immerwährende Dialog der Lebenden mit den Toten." Marc Bloch