Albrecht Milnik
Forstmeister  i. R. Dr. rer. silv. habil.

Forsthistorische Schriften
 
Hugo Conwentz - Klassiker des Naturschutzes. Sein Waldweg zum Naturschutz, 2. Auflage, 2005
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2004: Hugo Conwentz – Klassiker des Naturschutzes. Sein Waldweg zum Naturschutz.
         www.forstbuch.de  Verlag Kessel Remagen. ISBN 3-935638-58-2. 
         Schutzgebühr  14,00 Euro 
     
Nach dem Studium der Naturwissenschaften in Breslau (Wroclaw) und Göttingen schuf und leitete Conwentz ab 1880 das Westpreußische Provinzialmuseum in Danzig (Gdansk). Daneben trat er als Paläobotaniker hervor und befasste er sich mit der Erfassung und dem Schutz bemerkenswerter Waldbäume.

Mit Beginn des 20. Jahrhunderts widmete er sich vorrangig dem Naturschutz. Seine Denkschrift „Die Gefährdung der Naturdenkmäler und Vorschläge zu ihrer Erhaltung“ (1904) nimmt alle wesentlichen Gedanken des Naturschutzes im 20. Jahrhundert vorweg. Sie gilt als das klassische Werk und als Geburtsurkunde des Naturschutzes in Deutschland (bis 1911 vier Auflagen).

Nach seinem Vorschlag wurde 1906 im preußischen Kultusministerium die Staatliche Stelle für Naturdenkmalpflege als erste Behörde dieser Art in Europa geschaffen und Conwentz als Staatlicher Kommissar für Naturdenkmalpflege eingesetzt, zunächst in Danzig (Gdansk), ab 1910 in Berlin.

Obwohl preußischer Beamter, hat Conwentz als Weltbürger gedacht und gehandelt. In den von ihm ab 1910 herausgegebenen „Beiträgen zur Naturdenkmalpflege“ und auf den von ihm jährlich veranstalteten Konferenzen zur Naturdenkmalpflege kamen Autoren und Referenten aus der ganzen Welt zu Wort. Conwentz bereiste weite Teile Europas und warb weltweit für den Naturschutz. Auf internationalen Tagungen spielt er eine führende Rolle. Der I. Weltkrieg hatte einschneidende Einschränkungen der internationalen Tätigkeit zur Folge.

Hugo Conwentz ist ein Vorbild hinsichtlich seiner Weitsicht, seiner Zielstrebigkeit, seines Verhandlungsgeschickes, seines unermüdlichen Fleißes bis zu seinem letzten Atemzuge und seiner bescheidenen Lebensweise.

Die 2. Auflage der Biographie ist seinem 150. Geburtstag am 20. Januar 2005 gewidmet. An diesem Tage wurde Conwentz durch ein Gedenken an seinem Grabe in Stahnsdorf und durch eine Tagung in Potsdam geehrt. 

Am 12. Mai 2005 wurde der Conwentzstein im Naturschutzgebiet Plagefenn bei Chorin enthüllt.