Albrecht Milnik
Forstmeister i. R. Dr. rer. silv. habil.

 

 

Biografisches
 
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Unser Hof in Hermsdorf bei Görlitz, links mein Geburtshaus (Foto vor 1945)

Herkunft
* 10. November 1931 in Hermsdorf bei Görlitz (heute Jerzmanki/Zgorzelec)
als Sohn des Bauernpaares Albert (1902-1954) und Lina Milnik geb. Vogel (1903-1984).
Ein Bruder (1925-2003).
21. Juni 1945 Vertreibung aus Hermsdorf.



Nicht veröffentlichte Arbeiten zur Geschichte der Familie Milnik
1999Die Familie Milnik - eine kurze Chronik
2005Zum 100. Geburtstag meiner Mutter
2014Erinnerungen an meinen Vater
Mein Leben in Bildern
2006: Teil 1 (1936-2006
2011: Teil 2 (2006-2011)
2015: Teil 3 (2011-...) In Vorbereitung







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Familie Milnik (Foto Kurt Karstedt, um 1940)

Allgemeine Bildung
1938-1945 Volksschule in Hermsdo rf, 1945-1946 in Burkau in Sachsen.
1946-1947 Aufbauschule in Reichenbach/Oberlausitz.
1947-1948 Oberschule Bischofswerda
1948-1949 Oberschule in Görlitz (bis 10. Klasse)
1951-1953 Arbeiter-und-Bauernfakultät in Görlitz und Dresden. Abitur
   
            Radwanderungen in den Ferien
1949 Görlitz-Nauen (Havelland)
1951 Görlitz-Weimar und Ilmenau
1952 Görlitz-Wernigerode (Harz)
1955 Eberswalde-Schwerin

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Studenten im Wohnheim Dresden – Weißer Hirsch
(von links Erhard Schuster, später Forst- und Holzwissenschaftler in Dresden
und Tharandt, Forsthistoriker, Dozent, Dr. rer. silv. habil.;
2. N. N.; 3. A. M.; 4. Horst Schulze, Oberförster/Oberforstmeister in Rothenburg/OL.
Mit Schuster und Schulze verbindet mich lebenslange Freundschaft. )

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Als Student in Eberswalde 1953 (Quartier Pfeilstraße 23)

Forstliche Ausbildung
1949-1951 Lehre im Sächsischen Forstamt Klitten/Kreisforstamt Niesky (Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft). Prägung auf Kiefernforsten. Abschluss Forstfacharbeiter.
1953-1957 Studium an der Forstwirtschaftlichen Fakultät der Humboldt-Unniversität zu Berlin in Eberswalde. Abschluss Diplom-Forstingenieur. Diplomarbeit: Vegetationsuntersuchungen in Eichen-Edelholz-Mischwäldern des Oberlausitzer Hügellandes (bei Prof. A. Scamoni/Dr. Kh. Großer). Hauptobjekt: Landeskrone bei Görlitz, Basaltkuppe, 420 m über N.N., Naturschutzgebiet.
   
1956 Teilnahme am Studentenaustausch mit der Forstfakultät Poznan (Exkursionen in Polen).
   
1957 Privatreise in das Sauerland (Westfalen)
   
1957-1959 Betriebsassistent im StFB Grimma, u. a. Försterdienst im Revier Connewitz (Auewaldrevier der Oberförsterei Leipzig) und im Revier Waldmühle (Fichtenrevier in der Oberförsterei Colditz).
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Als Betriebsassistent im StFB Grimma (im Rang eines Oberförsters) (Foto Hamdorf, Görlitz 1957)

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Renate mit unseren drei Söhnen. Foto A. M. 1971

1958 Eheschließung mit Renate geb. Heise (*1938).
Drei Söhne: 1962 Thomas, 1964 Andreas, 1969 Christian.
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Haus der deutschen Waldarbeit, Schwappachweg 1,
1938 erbaut, oben links unsere erste Wohnung.

Wohnungen in Eberswalde:
1959-1967Schwappachweg 1,
1967-heuteSchwappachweg 2a (seit 1998 unser Eigentum).
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Haus Schwappachweg 2a. Foto R. Schliebenow 2013.

Weiterer Berufsweg
1959-1964 Forsteinrichter beim Institut für Forsteinrichtung und Standorterkundung Potsdam
1959 und 1960 in den Oberförstereien Steinförde (StFB Fürstenberg (Havel) und Tauer (StFB Peitz),
1961 Brigadeleiter im StFB Strausberg in Müncheberg (21 520 ha),
1962 Brigadeleiter beim Großversuch zur Zweiteinrichtung in der Oberförsterei Chorin (6 600 ha) in Verbindung mit der Abteilung Forsteinrichtung des IFE,
1963-1964 Brigadeleiter im StFB Eberswalde (Oberförstereien Freienwalde, Eberswalde, Finowtal, Steinbeck und buchmäßige Einbeziehung der Oberförstereien Schwedt und Gartz, insgesamt 45 340 ha).

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Forsteinrichtungsbrigade Strausberg 1961( A. M. 2. von rechts)

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Als Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Institut für Forstwissenschaften Eberswalde (im Rang eines Forstmeisters, 1972)

1964-1991 Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Institut für Forstwissenschaften Eberswalde (IFE)
1964-1970 Abteilung Forsteinrichtung,
1965 Abgang als Oberförster in Strausberg (StFB Müncheberg) vom IFE verhindert.
1971 Promotion bei der Akademie der Landwirtschaftswissenschaften Berlin
Dissertation: Güteklassen und Produktionsziele der Kiefernbestände im Tiefland der DDR.
1970-1975 Leiter der Arbeitsgruppe Prognose-Perspektivplanung im Bereich Wissenschaftsorganisation; bis 1980 Arbeit an Prognosen der Forst- und Holzwirtschaft;
1975-1982 Mitarbeiter für Internationale Zusammenarbeit. In Verbindung mit RGW-Prognosen Reisen zu Konferenzen in die Sowjetunion (1971, 1973, 1976 und 1979 Moskau, 1974 Maikop/Kaukasus, 1975 Riga, 1976 Puschkino bei Moskau), in die CSSR (1974, 1978, 1982, 1987 Prag, 1973 Bratislawa, 1976 Budweis, 1980 Zvolen, Brünn 1980, Pilsen 1980), nach Polen (1994 Warschau), nach Ungarn (1978 Budapest), nach Bulgarien (1978 Borovec, 1982 Sofia, 1985 Birsia).

Diese Tätigkeiten verhalfen mir zu einem Einblick in alle Bereiche der Forstwirtschaft als Grundlage für meine späteren Arbeiten.
1987-1988 Redaktionelle Bearbeitung der Monographie "Die Kiefer und ihr Holz" (30 Autoren; nach 1990 nur Teile veröffentlicht
1986-1990 nebenamtlich Sekretär des zentralen Arbeitskreises "Industriemäßige Produktionsmethoden und komplexe Verwertung des Rohstoffes Holz" beim Ministerium für Wissenschaft und Technik.
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Exkursion in den Rhodopen nach einer RGW-Tagung in Sofia/Bulgarien im September 1982. 1.v.li. Dr. Heinz Harald Krauß, Eberswalde, 3.v.li. A. M.

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Besuch bei dem 86-jährigen Prof. Jozef Broda in Poznan 2006 (Foto Stefan Panka (rechts im Bild))

Schlüsselerlebnisse in den Beziehungen zu polnischen Forstleuten:
1956 Studentenaustausch von Studenten der Forstfakultäten Poznan und Eberswalde (damals erste Begegnung mit Jerzy Wisniewski)
1984 Teilnahme an RGW-Beratung in Warszawa
1994 Kontakte zu den Oberförstereien Mieszkowice/Bärwalde (1994 mit Dr. Karl Kraut betr. Karl Spitzenberg) und 2008 Chojna/Königsberg Neumark (betr. Hohenlübbichow)
1994, 2009, 2010, 2011 Besuche im Zentrum für Waldkultur in Goluchow und in Postolin/Postel (J. Wisniewski 2010: Heinrich von Salisch)
1997 Besuch Försterfriedhof Zerrin und Warzino/Varzin (ehemals Besitz von Fü:rst Otto von Bismarck)
2005 105.Tagung der Polnischen Forstgesellschaft in Jelenia Gora/Hirschberg im Riesengebirge (Präsentation der Pfeil-Ausstellung)
2010 Herausgabe der schlesischen Forstgeschichte „Ein Land wie ein Eichenblatt“
2015 115. Tagung der Polnischen Forstgesellschaft in Torun: Präsentation der polnischen Ausgabe der Schlesischen Forstgeschichte durch den Präsidenten Prof. Dr. habil. Andrzej Grywacz im Beisein des Aurors.
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Am Danckelmann-Denkmal vor der Alten Forstakademie Eberswalde 1999 (Foto Thomas Burckhardt)





Alterswerk Forstgeschichte
1988-1991 Wissenschaftlicher Mitarbeiter im IFE für Forstgeschichte.
1991-1996 Leiter der Projektgruppe Forstgeschichte.
Seit 1996 unbesoldeter Forsthistoriker (Rentner)
2000 Habilitation für Forstgeschichte an der TU Dresden/Fachrichtung Forstwissenschaften Tharandt (Habilitationsschrift 1999: Bernhard Danckelmann - Leben und Leistungen eines Forstmannes).
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Nach der Präsentation von “In Verantwortung für den Wald” in der Alten Forstakademie am 30.3.1998: Oberlandforstmeister Siegfried Wenske (in Uniform) mit A. M., Veronika Heyde und Rudi Schult (Foto Christian Naffin)

Herausgabe  von Schriftenreihen:
1. Ausstellungen in der Alten Forstakademie (1992-1996 6 Hefte)
2. Forstliche Biographien (1995-2014 14 Hefte, 2 Hefte in 2. Auflage)
3. Beiträge zur Forstgeschichte (2001-2010 10 Hefte).
Lehrtätigkeit  Fach Forstgeschichte an der Fachhochschule Eberswalde und an den Forstschulen Finkenkrug und Lychen.
1991 Vorlesung in Freiburg/Breisgau,
1998 Vortrag in Bielefeld über Bernhard Danckelmann (Forstverein Nordrhein/Westfalen
Betreuung von Diplomarbeiten an der Fachhochschule Eberswalde.
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Bei der Präsentation der Wilhelm-Pfeil-Ausstellung im “Haus Schwärzetal” am 15.6.2005
(Foto Christian Naffin)

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Teilnahme  an Forsthistoriker-Tagungen:
1998 Freiburg/Breisgau und Tharandt,
1999 Eisenach, 2000 Trippstadt/Rheinland-Pfalz, 2001 Kranichstein bei Darmstadt

Forsthistoriker-Tagung in Tharandt im Oktober 1998 (von links, 1. Reihe: 1. Prof. Heinrich Rubner, Regensburg, 2. Dr. Elisabeth Johann, Wien, 3. Prof. Ernst-Ulrich Köpf, Tharandt, 4.Dr. Sigrid Schwenk, Bamberg, 5. A. M.; 2. Reihe: 1. N. N., 2. Dr. Ekkehard Schwartz, Eberswalde, 3. Prof. Horst Kurth, Halberstadt, 4. N. N., 3. Reihe: 1. N.N., 2. Prof. Anton Schuler, Zürich, 3. Dr. Erhard Schuster, Tharandt, 4. Drechsler; 4. Reihe: 1. Klaus Lochmann, Tharandt, 2. N. N., 3. Helmut Höhn, Sonneberg, 4. Dr. Michel Dupuy, St. Louis/Frankreich)

Erarbeitung von  Grundlagen für die
Errichtung von  Gedenkstätten:
1988  Scamoni-Eichen (Chorin, Abt. 106),
1994  Bando-Stein (Chorin, Abt. 60),
1997  Zeising-Stein (Nähe Forsthaus Schwärze),
2002  Burgsdorf-Stein (Forstamt Tegel),
2005  Conwentz-Stein (Chorin, Abt.69, Plagefenn).
  
  
1991- 1996 ehrenamtlicher Geschäftsführer des "Vereins der Freunde und Förderer der Forstwissenchaftlichen Lehre und Forschung in Eberswalde e.V."
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Am Bando-Gedenkstein in der Oberförsterei Chorin,
Abt.60 (Foto Prof.Tomasz Zawila-Niedzwiecki 2004)

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Am erlegten Rothirsch, Oberförsterei Chorin, Abt. 61 am 17.9.1977 (rechts Dr. sc. Dr. Lutz Briedermann, Leiter der Abteilung Jagdwirtschaft im IFE)



Ehrenamtliche Tätigkeit im Jagdwesen
1955 Jagdeignungsprüfung
1962-2013 Jäger in der Oberförsterei Chorin; "Chronik der Jagdgesellschaft Chorin 1962-1992"
1964-1978 Sekretär des Jagdbeirates des Kreises Eberswalde, Ausbau des Schießstandes Parsteinwerder (1976 DDR-Pokalwettbewerb),
1966-1991 Leiter der Arbeitsgruppe Rotwild im Einstandsgebiet Chorin (1979 Eröffnung des Rotwildraumes im Abthaus des Klosters Chorin); hier über 160 Vorträge über Rotwild gehalten.
1976-1986 Leiter der Arbeitsgruppe Schalenwild im Bezirk Frankfurt (Oder), (jährliche Bezirkstrophäenschauen an wechselnden Orten, Veröffentlichung der Referate).
1990-2000 Mitglied des Vorstandes des Kreisjagdverbandes Eberswalde.
Besuch der Weltjagdausstellungen in Budapest (1971) und Plovdiv/Bulgarien (1981)     
  
Die "Chronik der Jagdgesellschaft Chorin 1962-1992" mit den Fotos von Jürgen Busch und anderen wurde 2014 dem Kreisarchiv Eberswalde übergeben.
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Der Rotwildraum im Abthaus des Klosters Chorin. (Foto Günter Rinnhofer 1979)

Tätigkeiten für den Naturschutz
1960/1966 Erstbeschreibung des Waldschutzgebietes Tauersche Eichen (bei Peitz/Niederlausitz)
1997 Biographie Hugo Conwentz - Klassiker des Naturschutzes (3. Auflage 2006)
2003-heute Mitglied des Arbeitskreises Naturschutzgeschichte Berlin-Brandenburg
Kulturelle Neigungen
Theater (Görlitz, Dresden, Berlin)  
Konzerte (Dresden, Berlin, Choriner Musiksommer)  
Die Gästebücher (2 Bände) aus dem Rotwildraum mit vielen Eintragungen von Musikern wurden 2014 dem Archiv in der Verwaltung des Klosters Chorin übergeben.
1949-1959 Mitglied des Kulturbundes
1968-? Mitglied der URANIA - Gesellschaft zur Verbreitung wisenschaftlicher Kenntnisse (zahlreiche Vorträge)
1993-heute Mitglied des Heimatvereins zu Eberswalde


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Porträt des 80-jährigen (Foto Küttner/Vietzke 2011)





Auszeichnungen
1966 Medaille für ausgezeichnete Leistungen
1969 Ehrennadel für besondere Leistungen im Jagdwesen in Gold
1976 Aktivist
1984 Heinrich-Cotta-Medaille der Sektion Forstwirtschaft Tharandt
2004 Patenbaum der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald - Landesverband Brandenburg in der Schorfheide (Kiefer im Revier Eichheide, Abt. 136)
2010 Rudolf-Schmidt-Medaille für Verdienste um die Heimatgeschichte des Heimatvereins zu Eberswalde
2011 Erinnerungseiche in Postolin (Oberförsterei Milicz bei Breslau)